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Arbeitsgemeinschaft Sozialstruktur
 
Acht deutsche Fachorganisationen sind seit 1999 zur Arbeitsgemeinschaft Sozialstruktur (AGS) zusammengeschlossen. Sie bringen spezielles Fachwissen, hohe Sachkompetenz und langjährige Erfahrungen im Aufbau von Sozialstrukturen in Deutschland, Europa und weltweit in die Entwicklungszusammenarbeit ein. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind Erwachsenenbildung, Genossenschaftsförderung, gewerkschaftliche Bildung, Kleinkredite, Organisationsentwicklung und Sozialarbeit.
 
Die Stärke der AGS-Organisationen liegt in ihrer Fachkompetenz und ihrer Nähe zur Zielgruppe sowie der Mobilisierung von Selbsthilfe und Eigeninitiative im Rahmen langfristig angelegter Partnerschaften.
 
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt seit den 60er Jahren über das Instrument der Sozialstrukturförderung die Zusammenarbeit zwischen entwicklungsorientierten gesellschaftlichen Organisationen in Deutschland und den Partnerländern.
 
Die Zivilgesellschaft ist ein wesentliches Element eines demokratischen, pluralistischen Gesellschaftssystems. In ihr werden breiten Bevölkerungsgruppen Mitwirkungsrechte gegeben, um ihre Positionen und Interessen vertreten zu können. Dadurch tragen sie zur nachhaltigen Entwicklung bei.
 
Sozialstrukturprojekte
leisten einen Beitrag zum Abbau sozialer und/oder wirtschaftlicher Benachteiligung, die bestimmte Bevölkerungsgruppen durch Globalisierungsprozesse, nachteilige Rahmenbedingungen und unzureichende Partizipation erleben. Sozialstruktur fördernde Projekte und Maßnahmen setzen bei den Ursachen und den Folgen der Benachteiligung auf verschiedenen Ebenen an: auf lokaler Ebene bei den Basisgruppen, Selbsthilfeorganisationen und kleinen und mittleren Unternehmen, auf der Mesoebene bei Fachverbänden, Kommunal- und Regionalverwaltungen, Netzwerken und auf der Makroebene bei Parlamenten, Regierungen und Dachverbänden.
 
 
Zu den Zielgruppen gehören Kleingewerbetreibende, Handwerker, kleine und mittlere Unternehmen, Kleinbauern und Landlose und auch sozial und/oder wirtschaftlich Benachteiligte sowie andere marginalisierte Gruppen. Die lokalen Partner sind meist die Organisationen dieser Gruppen, Nichtregierungsorganisationen, Selbsthilfegruppen, Genossenschaften und deren zentralen Einrichtungen und Gewerkschaften sowie staatliche, halbstaatliche und privatwirtschaftliche Einrichtungen.
 
Zu den Zielen gehört, dass breite Bevölkerungsschichten an der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung partizipieren, der Wille zur Selbsthilfe gestärkt, Eigenverantwortung mobilisiert und nachhaltige Struktur bildende Wirkungen erzielt werden.
 
Sozialstrukturförderung ist grundsätzlich an der Armutsreduzierung orientiert. Damit leisten die Fachorganisationen in den Projektländern auf allen Ebenen einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Aktionsprogramms 2015 der Bundesregierung und der Millennium Development Goals (MDG).
 
Die Lösungsansätze reichen von genossenschaftlichen Systemen und beschäftigungsorientierter Ausbildung
über Friedens- und Menschenrechtserziehung, außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung und die Durchsetzung von Arbeitnehmerrechten bis hin zu angepassten Technologien und ökologischer Landwirtschaft. Die AGS stärkt ihre Partnerstrukturen vor Ort und unterstützt deren Vernetzung.