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Bundesministerin Wieczorek-Zeul in Indien - Gesprächskreis "Perspektiven der Entwicklungszusammenarbeit in Indien"


Während des Gesprächskreises hatte der BORDA Vertreter die Gelegenheit, der Ministerin die Forderung nach einer signifikanten Steigerung der Förderung zur Verbreitung erprobter Lösungen im Bereich dezentrale Dienste der Grundversorgung näherzubringen.
 
Hintergrund ist der immense Nachholbedarf an städtischer wie ländlicher Infrastruktur, der die Umsetzung nachhaltiger Konzepte der öffentlichen Daseinsvorsorge – im Sinne einer Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch – erfordert.  

Dabei geht es neben einzelnen Technologien der Abwasserbehandlung, sanitärer Grundversorgung, Wasser- und Energieversorgung auch um Elemente der Rahmenplanung wie Stadt-, Regional- und Landschaftsplanung sowie Flächennutzungsplanung mit den entsprechenden Instrumenten der Bürgerbeteiligung. 
 
BORDA verzeichnet eine stark steigende Nachfrage im Bereich der dezentralen Energieversorgung in ländlichen sowie der sanitären Grundversorgung in städtischen Armutsregionen. Unsere dezentralen, auf erneuerbare Energien aufbauenden Konzepte der Grundversorgung sind dabei für Neubaugebiete genauso interessant. Daraus ergibt sich der Bedarf an zusätzlichen Ressourcen für den Aufbau von Planungs- und Umsetzungskapazitäten mit dem Fokus auf Armutsbekämpfung. BORDA hat in Indien mit ihren bescheidenen Möglichkeiten die entsprechenden Weichen für den Zeitraum bis 2011 gestellt. Zusätzliche Ressourcen werden hier aber unbedingt erforderlich, wenn man angesichts der gigantischen Nachfrage der kommenden Jahre die Weichen für eine breitenwirksame und zukunftsgerechte Infrastrukturentwicklung stellen will.
 
Entscheidend ist, dass sich hierbei nachhaltige, also ressourcen- und klimafreundliche Konzepte durchsetzen. So gilt es, z.B. in der Abwasserbehandlung die Potenziale der Energieeffizienz (Biogasnutzung anstelle von energieintensiver Abwasserbehandlung) und der landwirtschaftlichen Nährstoffverwertung (die Düngerherstellung erfordert enorme Energieressourcen) in Wert zu setzen. Wie das gelingen kann, wird mit BORDAs DEWATS-Ansatz an über 100 Standorten in Indien aufgezeigt.
 
Insbesondere das dynamische Wachstum im urbanen Raum spricht ganz entscheidend dafür, dass die Zukunft dezentralen und kreislauforientierten Konzepten der Ver- und Entsorgung gehört. BORDA ist bereit, ihren Beitrag auf der Grundlage langjähriger Erfahrungen zu leisten und auch in neue strategische Partnerschaften einzubringen.