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Parlamentarische Anhörung im Bremer Landtag über BORDAs Enwicklungsarbeit


Mit Bezug auf das von der UN ausgerufene „Internationale Jahr der sanitären Grundversorgung“ (International Year of Sanitation, IYS) 2008 stellte der Geschäftsführer der BORDA, Stefan Reuter den anwesenden Ausschussmitgliedern die Durchführung von dezentralen Diensten der Grundversorgung („Basic Needs Services“) am Beispiel der Rajendra Nagar Gemeinschaftssanitäranlage für 1000 Slum Bewohner in der indischen Stadt Kolhapur, im Bundesstaat Maharashtra vor.
 
Unter Zuhilfenahme eines kurzen Filmbeitrages erläuterte Reuter den Prozess des Mitwirkens der vor Ort lebenden Menschen während des gesamten Ablaufs – ausgehend von der Bedarfsanalyse über die Konstruktionsphase einer dezentralen Abwasserbehandlung (DEWATS) bis hin zum täglichen Betrieb und Wartung.
 
Nach dem Fallbeispiel aus Indien informierte Reuter über die laufenden Arbeiten in Afrika: 2007 nahmen an einem vom Land Bremen unterstützten Workshop über Abwasserfragestellungen in Lesotho Sanitärexperten aus sechs Nachbarländern Südafrikas teil. Darauf aufbauend wurde für das Jahr 2008 der Aufbau und die Inbetriebnahme einer DEWATS Pilotanlage in Bremens Partnerstadt eThekwini/ Durban durch das Land Bremen unterstützt. Um dezentrale Dienste der Grundversorgung für Afrika einzurichten, kann BORDA auf ihre bereits in Asien gemachten umfangreichen Erfahrungen („Best Practices“) zurückgreifen, um das dort gewonnene Know-how zu übertragen und an die lokalen Gegebenheiten in Afrika anzupassen.
 
Gegen Ende der Anhörung und nach einer lebhaften Diskussionsrunde, in der die Ausschussteilnehmer ihre Fragen einbringen und diskutieren konnten, bedankte sich der Ausschuss-Vorsitzende, Herr Jörg Kastendiek für die hohe Effizienz, mit der BORDA die Menschen vor Ort erreiche und ihnen helfe, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Seine Kollegin, Frau Ulrike Hiller würdigte besonders, „das diese Grunddienste mit den Menschen vor Ort entwickelt“ würden.
 
Die Freie Hansestadt Bremen unterstützt BORDAs Bemühungen zur Armutsbekämpfung seit 1977. Die Bremer NRO setzt hier vor allem bei der Schaffung des Zugangs zu lebenswichtigen Ressourcen über erneuerbare Energien und der Beteiligung der lokalen Bevölkerungen an. Im Jahr 2008 wurden durch das Land Bremen drei Projekte im Bereich der dezentralen Dienste der Grundversorgung und der Arbeit mit Netzwerken in Asien und Süd-Afrika mit einer Gesamtsumme von rund 80.000 EUR gefördert.
 
Sven Meyer, BORDA Deutschland