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COFADEH fordert Aufklärung


Das Komitee für Familienangehörige von Verschwundenen in Honduras, COFADEH, hat am 29. Januar beim Innenministerium in Honduras Anzeige erstattet, weil die Direktorin der Menschenrechtsorganisation, Bertha Oliva de Nativí, Morddrohungen erhalten hat. Diese Morddrohungen sind Teil einer Einschüchterungskampagne, der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von COFADEH bereits seit November 2008 ausgesetzt sind.
 
COFADEH fordert von den staatlichen Stellen eine schnelle und umfassende Aufklärung.
 
Im vergangenen Jahr waren Unbekannte zweimal in das Büro von COFADEH eingebrochen und hatten wichtige Dokumente und Datenträger entwendet. Bertha Oliva wurde mehrmals von unbekannten Fahrzeugen verfolgt, die Privatwohnung einer Mitarbeiterin durchsucht. Im Herbst tauchte ihr Name auf einer so genannten schwarzen Liste auf. Andere Personen dieser Liste wurden bereits umgebracht oder mussten ins Exil gehen: Im April 2008 wurde Rosa Altagracia Fuentes, Generalsekretärin der honduranischen Gewerkschaftsföderation, von Unbekannten erschossen. Im November musste Francisco Machado, Direktor von ASONOG, das Land aus Angst um seine Integrität verlassen. Seit November wird auch in den Medien mit einer angeblichen Korruptionsanzeige gegen Bertha Oliva Stimmung gegen COFADEH gemacht. Die Direktorin hat das Innenministerium und den Generalstaatsanwalt um Aufklärung gebeten.
 
Hintergrund dieser Einschüchterungsakte können verschiedene Menschenrechtsaktivitäten sein, an denen COFADEH beteiligt ist. So hat sich COFADEH mit dem Präsidenten der Republik, Manuel Zelaya Rosales, auf die Verabschiedung eines Dekrets geeinigt, das ein nationales Entschädigungsprogramm für Opfer von Menschenrechtsverletzungen in den 80er Jahren begründet.