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5. Internationaler BNS Workshop in Bremen am 10. 09.2009


Experten Workshop:
Improving Emergency Sanitation

  • Herausforderungen
  • Lessons Learnt 
  • Innovative Konzepte

Von Gert Kreutzer, BORDA Bremen 

Hintergrund

Die jüngsten Zahlen zu Naturkatastrophen (Anzahl und Häufigkeit) wie Erdbeben, Fluten oder Taifune einerseits, aber auch zu humanitären Krisen, die durch Kriege und Vertreibung verursacht wurden, machen deutlich, dass die Anzahl der Vertriebenen, die in übergangsweisen Notunterkünften leben müssen, ansteigt. Die UN geben an, dass von Naturkatastrophen im Jahr 2008 130 Millionen Menschen betroffen gewesen seien. Die Anzahl der Flüchtlinge wuchs 2006 um 14% auf 9,9 Mio. Menschen.

Für die Mehrheit der Menschen, die in Notunterkünften leben müssen, handelt es sich dabei nicht um kurze sondern um längerfristige Aufenthalte. Schätzungen zufolge bestehen rund 80% der Lager und Notunterkünfte länger als ein Jahr und sind meist nicht mit einer hinreichenden sanitären Versorgungsinfrastruktur ausgestattet. Während die Versorgung mit Trinkwasser hingegen bereits in frühen Stadien durch internationale Katastrophenhilfeeinrichtungen gewährleistet ist, bedroht die unhygienische Entsorgung von menschlichen Exkrementen und Fäkalien die allgemeine Gesundheit in den Lagern.

Besonders kritisch wird dieses in größeren und dicht bewohnten Flüchtlingslagern, in denen eine angemessene Entsorgung des Abwassers außerhalb der Grenzen des Lagers bislang nicht gewährleistet ist.
Synergien für die sanitäre Notfallversorgung könnte es durch einige EZ- Organisationen geben, die im WatSan-Bereich (Wasser und Sanitation) arbeiten und während des vergangenen Jahrzehnts bereits erfolgreich vor Ort Feldversuche mit verschiedenen dezentralen Trocken- und Wasser-Toilettenanlagen durchgeführt haben (z.B. ECOSAN Trocken-Toiletten, Community Sanitation Centres). Neben einem zusätzlichen Nutzen auf technischer Seite, ist die Erleichterung für die Organisationen und Einrichtungen schnell und zielgerichtet auf die jeweiligen spezifischen Nachfragen und Bedürfnisse nach sanitärer Infrastruktur während einer Naturkatastrophe oder Menschen gemachten Katastrophen reagieren zu können der Schlüssel für erfolgreiche Verbesserungen.

Ziele und Kernfragen des Workshops

Die Zielvorgabe des Expertenworkshops ist es, einen Kommunikationsrahmen zu schaffen, in dem ein professioneller Austausch möglich wird und eine Zusammenarbeit von Praktikern aus dem Sanitationbereich und den Katastrophenhilfe-Einrichtungen angeregt wird. Dieses kann schließlich zu Verbesserungen in sanitären Dienstleitungen sowie der allgemeinen Gesundheitssituation in den Notlagern führen.
Ausgehend von der wichtigen Rolle von Abwasserbehandlung für die Gesundheit und Hygiene-Situation in Notunterkünften und Flüchtlingslagern sind die grundlegenden Fragen des Workshops:

Zum gegenwärtigen Stand der Technik

Wie sind die Möglichkeiten und wo liegen Beschränkungen der konventionellen Praktiken sanitärer Versorgungs- und Infrastrukturmöglichkeiten von Notlagern?

Lessons Learnt
Welche Schlüsselfaktoren bestimmen die Situation von Hygiene und Gesundheit in Notlagern?

Nächste Schritte
Welche zusätzlichen Eigenschaften und Anwendungen sind nötig, um die sanitäre Katastrophenhilfe und Infrastruktur zu verbessern?

BORDA
Die Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung (BORDA) arbeit seit über 30 Jahren als Fachorganisation im Arbeitsfeld dezentraler, nachfrage- und grundbedürfnisorientierter Dienstleistungen (BNS). Unterstützt durch das Deutsche Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, werden die Belange von marginalisierten Gruppen bzw. Kommunen und Einrichtungen sowie kleinen und mittleren Unternehmen für langfristige, verlässliche Lösungen, mit geringen Anschaffungs- und Unterhaltungskosten in BORDAs Portfolio berücksichtigt.

BORDA und seine lokalen Partnerorganisationen haben die Einrichtung von über 900 Anlagen zur Dezentralen Abwasserbehandlung (DEWATS) und zur Dezentralen Sanitären Grundversorgung (CBS) in Asien und dem südlichen Afrika seit 1999 ermöglicht. Aufbauend auf diesen Erfahrungen und der Einbindung an den Wiederaufbauarbeiten nach dem Tsunami- und dem Erdbeben-Desaster in Indonesien fing BORDA an, vorgefertigte DEWATS und Toilettenmodule aus Fiberglas, Ferrozement oder Lösungen mit Cargocontainern zu entwickeln. Die aktuellen Versionen dieser Optionen werden während des Workshops präsentiert.


Preliminary Programme

Expert Workshop: Innovation Emergency Sanitation
5. Int. BNS Workshop  Bremen, Haus der Bürgerschaft  10. September 2009

08:30 Registrierung / Ungefähr 15:30 Ende des Workshops

Bestätigte Redner:

Block 1: Challenges of Emergency Sanitation

Prof. Chris Buckley, Pollution Research Group, University of KwaZulu-Natal, South Africa
“Threat for public health in emergency accommodations and refugee camps caused by insufficient emergency sanitation (disposal / treatment of human excreta) – from a general perspective.”

René v. Prondzinski, Head of Construction Department, German Agro Action, Simeulue, Indonesia
„Sanitation Problems during the resettlement and rehabilitation of Tsunami victims”

Jörg Hauke, Integrated Expert Sanitation (CIM), VAWR, Hanoi, Vietnam
„Problems of emergency sanitation from a practitioners view. Example: Sri Lanka after the Tsunami”

Weitere Präsentationen und Vorträge werden noch bekannt gegeben.

Block 2: Conventional and good sanitation for emergencies

Presentations by German Red Cross, Malteser International and THW.

Weitere Präsentationen und Vorträge werden noch bekannt gegeben.

Block 3: New developments and solutions in the sanitation sector

Tenzin Baetens, Technical Director, Centre Scientific Research, Auroville, India
„Utilization of Ferro-Cement as sanitation hardware in emergencies. Example: Tamil Nadu, India, after the Tsunami).”

Prawisti Ekasanti, Head of Technical Section, BORDA, Yogjakarta, Indonesia
„Utilization of fibre plastic (GRP) as sanitation hardware in emergencies. Example: Yogyakarta, Indonesia, after the earthquake in 2006)

Andreas Ulrich, Director, BORDA Bremen, Germany
“Design, manufacturing and field testing of pre-fabricated DEWATS”

Weitere Präsentationen und Vorträge werden noch bekannt gegeben.

Block 4 To do list

Diskussion nächster Schritte, um die nachfrageorientierte Kommunikation, den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Katastrophenhilfsorganisationen und WatSan Fachorganisationen zu verbessern.


Das endgültige Workshop Programm wird zusammen mit Informationen über Unterkunftmöglichkeiten und Tagungsort in Bremen im August 2009 versendet.

Venue
Der eintägige Workshop, der vom Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa unterstützt wird, wird in der City der Freien Hansestadt Bremen abgehalten.

Registration
Da die Teilnehmerzahl begrenz ist, werden die Anmeldungen nach der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Bitte senden Sie die Registrierung per Fax oder mailen Sie an kreutzer@borda.de oder lassen Sie sich via Telefon registrieren.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Bremen Overseas Research & Development Association, (BORDA e.V.)
Industriestr. 20  28199 Bremen  Germany
Tel: +49 (0) 421 – 13718  Fax: +49 (0) 421 – 1 65 53 23
Gert Kreutzer  kreutzer@borda.de  
Andreas Ulrich  ulrich@borda.de