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UNO Sozialbericht beklagt weltweit wachsende Kluft zwischen Arm und Reich


Die Globalisierung werde von wirtschaftlicher und sozialer Ungleichheit begleitet, heißt es im Weltsozialbericht 2005, der Ende August in New York vorgelegt wurde. Die Kluft tue sich zwischen Ländern, aber auch innerhalb vieler Staaten auf. Arbeitslosigkeit und Billiglöhne gehörten zu den brennendsten Problemen.

Weltweit sind 186 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit, darunter 47 Prozent Jugendliche. Junge Menschen hätten ein zwei- bis dreimal höheres Risiko, arbeitslos zu werden oder nach der Schule erst gar keinen Job zu finden. Millionen Menschen weltweit arbeiteten zwar, schafften es aber wegen Hungerlöhnen nicht, der Armut zu entkommen.

Die UN-Experten konstatieren eine große Asymmetrie auf globaler Ebene. Demnach verfügt die eine Milliarde Menschen, die in Industrieländern lebt, über 80 Prozent der weltweit erzeugten Wirtschaftsleistung. Fünf Milliarden Menschen in den ärmeren Ländern müssen sich mit 20 Prozent begnügen. In Asien und Lateinamerika beklagen die Autoren des Berichts trotz Boomphasen soziale Schieflagen.

Auf dem Weltgipfel für soziale Entwicklung im März 1995 in Kopenhagen hatten sich Regierungsvertreter von 185 Staaten verpflichtet, die Armut zu überwinden und das Ziel der Vollbeschäftigung zur Richtschnur ihrer Politik zu machen. (epd)

Weitere Informationen und Bestellung über des UNO-Weltsozialberichts über Internet: www.un.org/esa/