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Äthiopien mit eigenen Augen - Internet-Projekt gibt seltene Einblicke in afrikanischen Alltag


Wie denken Afrikaner über den G8-Gipfel? Was hat sich seit der Hungersnot von 1984 in Äthiopien getan? Wie sieht afrikanischer Alltag jenseits der Klischees aus?

Um das herauszufinden, hat Caritas international 19 Äthiopierinnen und Äthiopier mit Digitalkameras ausgestattet und sie gebeten, bis zum Ende dieses Jahres in ein Internettagebuch ihre Fotos einzustellen. Die Fotografen kommentieren auf der Website ihre Bilder und erzählen mehr über ihren Alltag in Äthiopien. Sie laden dazu ein, ihnen zu schreiben und sich über die teilweise atemberaubenden, teilweise überraschenden und manchmal auch schockierenden Bilder mit ihnen auszutauschen.

Das Internet-Projekt nimmt die an Live8 und G8 geäußerte Kritik ernst, dass es wichtig sei, nicht nur über Afrika zu sprechen und über die Köpfe der Afrikaner hinweg zu entscheiden, sondern die Menschen auf dem Kontinent selbst zu Wort kommen zu lassen.

Das Internet-Projekt von Caritas international hat genau das zum Ziel. Die 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilen uns ihre Gedanken, ihre Träume und ihre Ängste mit. "Ich bin froh dabei zu sein, um Geschichten über mein Leben und mein Land zu erzählen", sagt Ashenafi Gudeta, einer der Fotografen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von der Caritas Äthiopien beim Transport innerhalb des Landes unterstützt. Von einer professionellen Fotografin hatten sie zuvor eine Schulung erhalten.

Das Internettagebuch und weiter Informationen zu Äthiopien finden Sie auf der Homepage von Caritas international: www.caritas-international.de

Mit über 4 Millionen Euro konnte die Arbeit der Caritas Äthiopien allein in den letzten beiden Jahren 2003 und 2004 von Caritas international unterstützt werden.