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Kolumbien: DGB Bildungswerk beginnt neue Projekte


Gewerkschaftliche Arbeit in Kolumbien ist gefährlich. In keinem Land der Erde werden so viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter getötet wie in Kolumbien. Das Land ist geprägt von jahrzehntelanger Gewalt und krassen sozialen Gegensätzen.

Aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sehen sich immer wieder Einschüchterungen, Entlassungen und Morddrohungen gegenüber. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO kritisiert seit Jahren die Behinderung und Unterdrückung der Gewerkschaften in Kolumbien.

Das DGB Bildungswerk will den kolumbianischen Gewerkschaften helfen, damit sie den Bedrohungen widerstehen können und sie stärken, indem es ihre Bildungsarbeit fördert. Gleich drei neue Projekte hat das DGB Bildungswerk im Oktober 2005 in Kolumbien begonnen.

Mit den beiden Gewerkschaftsverbänden Central Unitaria de Trabajadores (CUT) und Confederación de Trabajadores de Colombia (CTC) haben wir ein gemeinsames Programm zur gewerkschaftlichen Grundbildung vereinbart. Menschen- und Gewerkschaftsrechte, sozialer Dialog, Tarifpolitik und Verhandlungsführung sind wichtige Themen der Seminare, die in sieben Regionen Kolumbiens angeboten werden.

In Bogota unterstützen wir die Gewerkschaft der Blumenarbeiterinnen Untraflores, die Schulungen und Rechtsberatung für ihre Mitglieder anbietet und regelmäßig eine Zeitschrift produziert, die über die Situation der Beschäftigten auf den Blumenplantagen informiert.

In Medellín fördern wir ein Programm der Escuela Nacional Sindical zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Durch Bildungs- und Beratungsangebote, Untersuchungen, Lobbyarbeit und Mitarbeit in Netzwerken soll die Gefahr von Arbeitsunfällen und berufsbedingten Erkrankungen in Kolumbien verringert werden.

Weitere Informationen: www.nord-sued-netz.de