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Regionale Konferenz zur Ausbildung von Erwachsenenbildner/innen in Ostafrika in Nairobi



Diese Konferenz wurde vom Regionalbüro Ostafrika des IIZ/DVV gemeinsam mit dem College of Education and External Studies (CEES) der Universität Nairobi organisiert und vom UNESCO Cluster Office Addis Ababa finanziell unterstuetzt. Es handelte sich dabei um die erste Veranstaltung des 2005 erstmalig durchgeführten Regionalprogramms, dessen Ziel es ist, Institutionen und Personen aus der Erwachsenenbildung in der Region zusammenzubringen und Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit zu fördern.

Ziel der Konferenz war es, Potenziale und Möglichkeiten für einen solchen Austausch, gegenseitiges Lernen und zukünftige Kooperation zwischen den verschiedenen in der Ausbildung von Erwachsenenbildner/innen tätigen Institutionen und Organisationen in der Region zu identifizieren. Dabei ging es, entsprechend den drei Konferenztagen, besonders um drei Themenfelder:

  • Ausbildung von Erwachsenenbildner/innen
  • Entwicklung von Lehr-Lern-Materialien und
  • Forschung und Dokumentation

Eingeladen waren Teilnehmer/innen aus acht Ländern (Kenia, Uganda, Tansania, Äthiopien, Sudan, Eritrea, Somalia und Djibouti) von Universitäten, NGOs und Ministerien, die Erwachsenenbildner/innen ausbilden bzw. damit befasst sind. Unter Berücksichtigung der nur sehr eingeschränkt funktionierenden Kommunikation über Ländergrenzen und der schwierigen politischen und teilweise angespannten Situation am Horn von Afrika war es erfreulich, dass 24 Teilnehmer/innen von außerhalb Kenias im Lenana House in Nairobi rechtzeitig eintrafen. Den Großteil der ca. 45 Teilnehmer/innen bildeten die Vertreter/innen der Universitaä Nairobi, die neue Initiativen im Bereich der Erwachsenenbildung ergriffen hat und daher großes Interesse an einer solchen Konferenz gezeigt hatte.

Da nur wenig und unzureichende Informationen über die Programme, Kapazität und Reichweite der verschiedenen Institutionen in diesem Bereich vorlagen, war es das erste Ziel, eben diese Informationen im Austausch der Teilnehmer /innenzu beschaffen. Der Regionaldirektor des IIZ/DVV, Dr. Bernd Sandhaas präsentierte das Hauptreferat anstelle des verhinderten Prof. John Aitchison von der Universität KwaZulu-Natal in Suedafrika. Alle Teilnehmer hatten Gelegenheit, ihre jeweiligen Institutionen in Vorträgen vorzustellen. Es sollten jeweils sechs Aspekte berücksichtigt werden: (1) allgemeine Informationen, (2) formale Programme und ihre (3) Zielgruppen, (4) Lehr-Lern-Material und Ressourcen, (5) Forschung, Dokumentation und Kooperation und, nicht zuletzt, (6) Probleme und Empfehlungen.

Erfreulich war die bemerkenswerte öffentliche Resonanz auf diese Konferenz. In den lokalen Medien erschienen mehrere Berichte. Der lebhafte Austausch von Ideen und Informationen unter den Teilnehmer/innen führte zu den vier im wesentlichen angestrebten Ergebnissen:

  • Institutionen der Erwachsenenbildung mit ihren Aktivitäten, Programmen und Materialien sind den Teilnehmer/innen über die Ländergrenzen hinweg inzwischen bekannt, und diese Informationen können auch an andere weitergegeben werden.
  • Informationen über Programme und Aktivitäten sind dokumentiert und allgemein zugänglich.
  • Geeignete Ausbildungs-/Fortbildungsprogramme und spezielle Fernlehrgänge für ausländische Studierende können identifiziert werden.
  • Bereiche möglicher Vernetzung und Kooperation wurden identifiziert und erste Schritte in Richtung auf künftige Absprachen und Kooperationen eingeleitet. Ein regionales Netzwerk wurde mit Sitz in Kenya etabliert und erste gemeinsame Aufgaben vereinbart.

Das Regionalbüro des IIZ/DVV wird den begonnenen Prozeß auch weiterhin fördern, begleiten und unterstützen. Die Ergebnisse der Konferenz sind dokumentiert und sollen baldmoeglichst in unserer Reihe Internationale perpsektiven der Erwachsenenbildung IPE veröffentlicht werden.

Die grosse äthiopische Delegation – die im wesentlichen von den anderen Ländern lernen wollte – formulierte noch während der Konferenz ein beindruckendes Memorandum an die neue Führungsspitze des Erziehungsministeriums in Addis Abeba, in dem eine massive Förderung der Erwachsenenbildung als integrierter Teil der nationalen Bildungspolitik und entsprechende Studiengänge gefordert werden. Ein erster Vorschlag zur Einrichtung eines M.A.-Studiengangs an der Addis Abeba Universität liegt inzwischen vor.