Deutsch English
Wir über uns
Mitglieder
Links
Impressum

 

News

Bewusstseins- und Informationskampagne zur häuslichen Abfallentsorung und -verwertung


Im Rahmen der im Jahr 2005 durchgeführten Studie zur Zufriedenheit der Haushalte mit ihren bestehenden Abfallentsorgungssystemen in Tangerang und Bali, fanden die damaligen BORDA/ASA-Stipendiat/innen heraus, dass bei den Befragten bezüglich des Umgangs und Verbleibs von Abfall noch großer Informationsbedarf besteht.

Darauf aufbauend entstand die Idee einer Bewusstseins- und Informationskampagne zur häuslichen Abfallentsorgung und -verwertung, die wir, die diesjährigen ASA-Stipendiaten von August bis Oktober gemeinsam mit BORDA und deren indonesischen Partnern verwirklichen wollen.

Seit Ende Juli befinden wir uns nun im kulturellen Herzen Javas, der pulsierenden Großstadt Yogyakarta. Um uns einen Einblick in das indonesische System der Abfallbeseitigung und der Aktivitäten der BORDA und lokaler NGOs zu verschaffen, hefteten wir uns zunächst an die Fersen einiger Expertinnen und Experten. Zwei Gemeinden, die sich von den bestehenden Entsorgungssystemen unabhängig gemacht haben, haben uns dabei besonders beeindruckt. Die selbstorganisierte Mülltrennung ermöglicht es ihnen, ihre recyclebaren Abfälle zu vertreiben und Teile davon selbst zu verwerten. Dadurch konnten sie sich sowohl zusätzliche Einnahmequellen verschaffen, als auch ihre Lebensbedingungen verbessern.

Bei der Umsetzung entwickelten die Initiatoren eine Vielzahl kreativer Ideen wie zum Beispiel einen Müllsong, Spielwettbewerbe für Kinder und Kunsthandwerk aus Verpackungsmaterialien. Hiermit konnte das Interesse und die Teilnahme der gesamten Gemeinschaft erzielt werden, so dass heute ein Grossteil der Haushalte am Abfallrecycling, Kompostierung und Wiederverwertung teilnimmt. Die sonst so typischen Folgen einer unbedachten Abfallhandhabung wie wilde Müllkippen, Abfallverbrennung und verdreckte Felder haben hier seither abgenommen.

Diese erfolgreiche Umsetzung basiert allerdings auf der Partizipation der Bewohnerinnen und Bewohner. Nur wer über den Umgang und die Gefahren aber auch über die Möglichkeiten, die eine umweltgerechte Abfallverwertung bietet, informiert ist, wird seine Gewohnheiten dauerhaft umstellen und fühlt sich für das Funktionieren des Systems mitverantwortlich.

Anna Fünfgeld und Axel Faupel