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Bundestagsabgeordnete diskutieren das Thema "Sanitäre Grundversorgung" in der Bremer Landesvertretung in Berlin


Anwesend waren auch die Staatssekretärin Karin Kortmann, MdB Uschi Eid als Vize-Vorsitzende des Beratungsausschusses des UN-Generalsekretärs zu Wasser und Sanitärer Grundversorgung (UNSGAB) sowie Experten des BMZ und Vertreter von BORDA e.V. (der Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung).

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  waren sich einig, dass gegen die Stigmatisierung des Themas „Sanitärversorgung“ angekämpft werden muss. Staatssekretärin Karin Kortmann hob hierbei die Chancen hervor, die sich aus der Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements, bis hin zu kommunalen Partnerschaften – etwa auf Ebene kommunaler Entsorgungsbetriebe – ergeben können. Auch das Potential einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit, sowie der Arbeit mit Schulen und Kindern wurde diskutiert.

Heute können 50% des Anteils der Weltbevölkerung ohne Zugang zu sanitärer Grundversorgung kosteneffizient und nachhaltig durch dezentrale Dienstleistungen erreicht werden, so beschrieb BORDA-Geschäftsführer Stefan Reuter das Potential alternativer Ansätze. Dabei spiele die „Software“ (u.a. Sektorpolitik, Bürgerbeteiligung und Hygieneaufklärung) im Verbund mit verlässlicher „Hardware“ (technische Infrastruktur) die entscheidende Rolle. Ziel ist dabei der dauerhafte Zugang zu einer sanitären Grundversorgung, die ökonomisch und ökologisch nachhaltig, sowie sozio-kulturell akzeptiert ist.

Eine solchermaßen nachhaltige sanitäre Grundversorgung verbessert nicht nur die Gesundheitssituation, sondern trägt auch zur Armutsbekämpfung, Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit und zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Die von Fachleuten akzeptierte Ansicht verstärkt in Bundestag und Öffentlichkeit zu tragen und so auch selbst das Thema zu befördern, war ein Resumé der Roundtable-Teilnehmer.

Eine Dokumentation der Veranstaltung wird von BORDA erarbeitet und soll noch vor Ostern zur Verfügung stehen.