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BORDA hilft Spendenprojekt Jalahallihundi in Indien


In dem folgenden Gespräch, berichtet Frau JR Nagamani von ihrer täglichen Not mit dem Wasser.

Frau JR Nagamani lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen (10 und 13 Jahre alt) in einem kleinen Steinhaus in Jalahallihundi. Fließendes Wasser oder ein eigenes Badezimmer hat die Familie wie die anderen 800 Dorfbewohner nicht. Frau Nagamanis Tag beginnt um 4 Uhr in der Früh: “Ich starte mit kleineren Hausarbeiten und gehe dann zum Wasserholen. Der nächste Brunnen liegt etwa einen halben Kilometer von unserem Haus entfernt.

Es ist eine Handpumpe. Dort treffen sich die ersten Frauen am Morgen“, erzählt sie. Etwa zweieinhalb Stunden dauert es, um genügend Wasser für den täglichen Bedarf nach Hause zu tragen, den Weg zum Brunnen muss sie dabei mehrmals zurücklegen. ‚Genügend Wasser’ – das sind etwa 10 Krüge á 10 Liter für 4 Personen. (1/5 des durchschnittlichen Wasserverbrauchs der indischen Bevölkerung). Die Zeit am Brunnen kann aber lang werden. Häufig bilden sich hier richtige Trauben von wartenden Frauen. „Die meisten Frauen sind ab 8 Uhr am Brunnen. Dann kann es voll werden. Gedränge gibt es auch, wenn eine Wasserstelle wegen Defekts oder Trockenheit ausfällt. Dann kommt es schon mal zu lautstarkem Streit, denn jeder Frau ist klar, dass ihre Familie nun länger auf Essen und Badewasser warten – oder sogar verzichten muss.

„Abends, nach meiner Arbeit in der Ölmühle, muss ich die Arbeiten nachholen, welche die anderen Frauen während des Tages erledigt haben: Wäsche waschen, Feuerholz sammeln und schneiden, Essen kochen und noch etwas Wasser fürs Baden holen.“ Wasser von den Handpumpen zu bekommen, ist anstrengend. Die Frauen klagen über Brust- und Rückenschmerzen. Am weiter entfernten Brunnen mit der elektrischen Pumpe ist es weniger schweißtreibend die Krüge mit Wasser zu füllen. Allerdings fließt hier das Wasser auch weitaus unregelmäßiger, so dass mit noch längeren Wartezeiten zu rechnen ist.

Hinzu kommen die ständigen Unterbrechungen der Elektrizitätsversorgung, während derer ausschließlich die Handpumpen zur Wasserförderung genutzt werden können. Dieser Aufwand ist enorm und verschlingt unendlich viel Zeit. Zeit, die andernfalls den Frauen für Arbeiten zur Verfügung stünde, die zum Familieneinkommen beitragen könnten.

Die Familien von Jalahallihundi freuen sich, dass mit dem Bau der neuen Brunnen und der Wassertanks endlich das Wasserholen erleichtert wird. Sie hoffen so auf ausreichende Wasserförderung, die es Ihnen erlaubt, die bisherige Wassermenge zu steigern. Die Brunnen werden tiefer als die bisherigen sein und aus volleren Grundwasserschichten fördern. Stromunterbrechungen werden die Wasserversorgung nicht mehr beeinflussen, weil das Wasser in den Tanks gespeichert werden kann und dort jederzeit für die Einwohnerinnen und Einwohner in größeren Mengen verfügbar sein wird. Außerdem gibt es erste Überlegungen, eine öffentliche Toilettenanlage zu errichten. Dies wäre ein großer Gewinn an Lebensqualität – sie müssten dann nicht mehr bis zur Dunkelheit warten, um ihre Bedürfnisse im Gebüsch verrichten zu können.

Eine Chance für engagierte Unternehmen

So wie sich der OAV als Verein an der Umsetzung der Hilfsmaßnahmen durch eine größere Spende beteiligt, so rufen OAV und BORDA auch engagierte Unternehmen aus der Bremer Region auf, sich durch eine Spende an der Hilfe für Menschen zu beteiligen, die sonst kaum eine Hoffnung auf Besserung ihrer Lebensumstände haben. Für viele besonders international agierende Unternehmen wird es seit einiger Zeit immer wichtiger, ihre Verantwortung auch für globale Probleme zu zeigen (corporate social responsibility). Durch ein Engagement für ganz konkrete Maßnahmen stärken solche Unternehmen nicht nur die Selbsthilfekräfte der Betroffenen, sondern leisten auch (durch die Wahl bestimmter Umsetzungstechnologien der BORDA) Umweltschutz. So suchen OAV und BORDA Unternehmen, die gemeinsam sowohl Hilfsprojekte fördern als auch die Öffentlichkeit darüber informieren wollen.